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Rallyetagebuch - Tag 2: Etappe 1 Hohnstein - Mulhouse

Die ersten Kilometer von mehreren tausend, die vor uns liegen, standen heute mit der Etappe von Hohnstein nach Mulhouse an. Oui, wir wollten Deutschland ganz schnell verlassen. Warm und herzlich war natürlich der Empfang in der Brand-Baude.Keine Frage. Das war nicht der Grund. Auch das leckere Frühstück lud zum Bleiben ein. Also dafür kommen wir gerne wieder. Eines Tages. Denn was uns wirklich - neben Abenteuerlust und dem Charity-Gedanken - erst einmal in die Ferne schweifen und fahren lässt, na - das ist ja wohl auch das Wetter. Bibberkalt wollen wir's nicht. MIt Sonne im Herzen schnell nach Süden - so ist die Parole. 


Zu diesem Zwecke waren wir zeitig aus den Schlafsäcken gerollt. Mit einem Bus-Shuttle ging es von der Brand-Baude direkt zu unseren Boliden, die die Nacht auf dem Marktplatz verbrachten. Eiskratzen. Gepäck verstauen. Und dann aber endlich den Zündschlüssel umdrehen. Ein lupenreiner Rallyestart mit Vorstellung der einzelnen Teams gehörte dazu. Und das alles mit prominenter Unterstützung. Das Team der Brandbaude war mit dabei. Der Bürgermeister von Hohnstein ebenso. Pünktlich um 9 rollte Startnummer 432 in Pole Position. Wenige Augenblicke später donnerten dann die echten Startschüsse durch den eisigen Morgen, um uns auf die Reise zu schicken. Hellwach aus Hohnstein rausgeschlängelt. Der zarte Geruch von Diesel lag in der Luft. So soll es sein. Besucher, Passanten, Freunde und Familien rieben sich die Augen ob des tollen Spektakels.

 

Hohnstein


Mit im Rallyetross auch die Erzgebirgsracer. Die hatten Getriebe und Kupplung. Nach zwischenzeitlichem Problem befinden sich die Innereien des Maschinenraums aber jetzt zum Glück schon wieder in astreinem Rallyezustand. Also intakt. Es muss ja rollen. Und so rollten auch sie heute auf Etappe 1. Von der ganz schnellen Sorte ist das F-Team. Man munkelte von Sonne und zweistelligen Temperaturen weiter südwärts. Diesem Gerücht wollte man auf die Schliche kommen. Auf der Suche nach besserem Wetter, wie wir es uns alle wünschen, vermutet man sie zu später Samstagabendstunde in der Nähe von Lyon. Irgendwann demnächst schon in Nimes.

Was gibts sonst in Fahrerlager und Gerüchteküche: Beim Team der Unaussprechlichen gab es ein Malheur. Rollt schon wieder der Bolide. Dank Königsteam - die haben wir nun auch in unserer Mitte. Aber für die Etappenberichte sollten wir dem Geheimnis des Vorfalls doch mal auf den Grund gehen. Es war gar von kurzfristigem Schlepp die Rede.

 

Malheur

 

Aufklärung zur Wetterlage kamen zwischenzeitlich von JETZTODERNIE: Es bläst der Mistral. Aber es wird Wärme prophezeit. Und auch 443-Team Wolfsburg hat blitzschnell die Berichterstattung via Kommentar vervollständigt. Da hören wir zum Beispiel von einer 920-Kilometer-Tour, die vorerst Beynac als individuelles Etappenziel ausmacht. Danke fürs Update. 

 

Und Ihr merkt schon. Sammelstart in Hohnstein, hier und da bunte Kolonnen auf der Autobahn. Aber so richtig vollzählig werden wir erst später. Wir gehen jetzt mal davon aus, dass das Fähren-Gruppenfoto noch viele weitere Gesichter zeigen wird. Bis dahin wuseln wir durch Europa. Beim Blaubärtrio zweigte ein Fahrzeug gar gen Schweiz ab. 

 

Auf spezieller Mission waren auch die Orgs. Fahren sowieso gern ganz hinten und unerkannt. Schon allein, weil uns dann keiner verloren geht, wenn ein Besenfahrzeug hinterherrollt. Gibt auch ein gutes Gefühl zu wissen, dass schrauberkundige Experten im Rücken fahren, die jeden wieder auf die Strecke schicken. Außerdem gibt denen das Hinterhertrödeln dann reichlich Anlass für diverse (und wohlverdiente) Kaffeepausen. Diesmal nicht nur an der einen oder anderen Raststätte. Nein, da wurde rausgeschlenkert. Eine Abweichung von der Roadbookroute in besonderem Maße. Und das vom offiziellen Personal. Wohlgemerkt. Aber aus gutem Grund. Da stand eine Einladung eines ehemaigen Rallyeteilnehmers an. Um Spendegüter für die DBO abzuholen. Und für die Mehrkilometer wurden die Herren dann auch noch mit Schwarzwälder Kirsch verwöhnt. Dann wurden fix noch die Krümel vom Latz gebürstet. Und dann trudelten die Orgs auf einem vollbesetzten Hotelparkplatz in Mulhouse ein.

 

Zeit für eine Erfrischung. Weit über 700 Kilometer also damit laut Roadbookstrecke geschafft. Und morgen gehts munter weiter. Und das Roadbook sagt: "von Mulhouse nach Nimes" . Also fahren wir da mal hin. Soll ja näher an Afrika liegen. Und näher an der Sonne.  

Foto-Galerie

Video-Tagebuch



Kommentare: 12

Kommentar von thomas booz // 09.02.2013

Hallo,
lieber Rallye Tross, es wird wirklich besser hier im Süden. Der Mistral bläst etwas kalt, aber ab Barcelona kann man erahnen das es warm werden kann.
Gruesse von JETZTODERNIE aus Barcelona

Kommentar von Team Wolfsburg // 09.02.2013

Hallo vom Team Wolfsburg,

Wir sind heute bis Beynac zwischen Lyon und Bordeaux gekommen. Auf unserer heutigen 920 km Tour haben wir mit viel Schnee und Regen kämpfen müssen. Dafür entschädigen wir uns morgen bei einem Besuch der schönsten Burg Frankreichs, dem Château de Beynac. Danach nehmen wir die Nordroute bis Bilbao.

Wir freuen uns auf euch am Mittwoch in Algeciras.

Beste Grüße vom Team 443

Kommentar von Doro // 10.02.2013

Nach einer erfolgreichen Tour gestern von Dresden nach Belgien ist das Team Der Dicke und der Belgier nun komplett. Und rollt nun richtung Süden.

Kommentar von Helga Lehnhardt // 10.02.2013

Hallo Falk, hier kommt ein lieber Sonntagsgruss von Deiner Helschi
Wünsche allen eine gute Fahrt und gute Erlebnisse

Kommentar von wueste // 10.02.2013

hallo Ihr Orgs und alle die da rollen und rollen.....

Wir (Magret und ich) wollten ja nach kommen und Euch besuchen, hat aber dann nicht geklappt, da uns hier die "Strosefasent" in Waldkirch doch festgehalten hat. Wir wünschen Euch allen allzeit gute Fahrt, dass es immer rollt, und Ihr immer fahrbaren Untergrund unter den Rädern......

lg MAGRET UND ROLAND

ps.: 2014 SIND WIR DABEI.........

Kommentar von Ileine // 10.02.2013

Hallo von den Mecklenburger Pandas,
auf dem Weg nach Nimes nach einer Nacht im Schwäbischen. Den Bauch nochmal vollgeschlagen mit leckersten regionalen Spezialitäten... Alles wird gut!

Kommentar von Team The Escalators // 10.02.2013

Hallo vom Team "The Escalators", sind am Freitag 1200km bis nach Bordeaux gefahren und gestern gings nochmal 1250km weiter bis Lissabon. Hier hats angenehme 15 C :-) morgen gehts weiter nach Algeciras. Wir sehen uns auf dem Campingplatz!

Kommentar von schmaden // 10.02.2013

Die Wüstenhunde sind im Starkregen kurz vor Bordeaux und wollen heute noch spanischen Boden betreten.
Hatten am Morgen schon erste Verluste zu vermelden, eine Seitenscheibe war kaputt. Die Pariser übten in der Nacht scheinbar Backsteinewerfen für die nächste Revolution.
Naja alles halb so wild,Die Scheibe wurde provisorisch gebaut und weiter ging es Richtung Süden.

Kommentar von Graf Berghe von Trips // 10.02.2013

Wünsche allen Rallyeteilnehmern
eine schöne und spannende Reise nach Gambia.Besondere Grüße an die ORGS aus Oldenburg :-))

Kommentar von Team 400 Die Hohnsteiner // 10.02.2013

Ein großes Helau vom Team 400 Die Hohnsteiner an alle Rallye-Teilnehmer.Viel Spass und Allzeit gute Fahrt.
Ein großes Dankeschön an die Orgs.vom Team 400 und dem Team 387.
Wir beneiden Euch um die Tour.

Thomas und Ingo

Kommentar von Team Men-on-a-Mission // 10.02.2013

Hallo vom Team Men-on-a-Mission
Auch wir haben von Mulhouse noch eine Schippe draufgelegt und haben das Etappenziel links liegen gelassen. Sind jetzt in Peripignan gelandet. Morgen gehts Ruckzuck durch Spanien, der Wärme entgegen.
Grüße von Natz & Peter

Kommentar von elli // 10.02.2013

hallo aus dem laendle, ich wuensche gutes sitzfleisch fuer die restlichen kilometer.sind ja nur noch einige wenige tausende Kilometer.....gruss von elli

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