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9. Etappe: Laayoune - Dakhla

Der Tag begann nicht gut, zumindest für einige. Während die meisten guter Dinge waren, sah die Welt für andere nicht so gut aus.

 

Beginnen wir mit einer guten Nachricht, dann die weniger guten Nachrichten und zum Schluss die schlechte Nachricht.

 

Das „Swat Rallye Team“ konnte nach zwei Tagen Agadir endlich verlassen.

Vor drei Tagen während die Rallye-Teams schon mit dem Hohen Atlas kämpften oder den Ruhetag in Marrakech ausklingen ließen, hatte sich das „Swat Rallye Team“ (nun in vollzähliger Besatzung) schon auf den Weg nach Essaouira gemacht und damit den einfachsten Weg über den Atlas gewählt.

 

Am Tag darauf waren sie schon in Sidi Ifni.

Dort wollten sie bei einem kleinen Offroadausflug etwas Spaß haben. Ihr Range Rover fand das nicht so spaßig.

Der Ausflug endete mit einem geplatztem Luftbalg der Federung. Also zurück nach Agadir.

Hier wollten sie die Federung reparieren oder eine Stahlfederung einbauen lassen.

Jetzt zwei Tage später ist es endlich so weit. Das „Swat Rallye Team“ kann Agadir mit einem komplett neuem Federsystem verlassen. Das Federsystem trägt den schönen Namen „Hawaii“.

 

Aus der Nähe von Tan Tan ereilte uns die Nachricht, das „Team Desert Taxi #1“ schon wieder steht.

 

Das alt bekannte Problem: Kraftstoff im Öl. Sie bauten die die mitgeführte Kraftstoffpumpe ein und setzten ihre Fahrt fort, in der Hoffnung das damit endlich das Problem gelöst ist.

 

Team „Miriquidi goes Afrika 3“ hatte gestern Abend ja, wie berichtet, repariert Guilmim verlassen.

 

Leider kamen sie nicht weit. Nach einem scheppernden Geräusch ging nichts mehr. Und plötzlich hingen sie am Haken.

 

Abschleppen in der Dunkelheit ist nicht wirklich lustig und so übernachteten die drei „Miriquidi“-Teams, die „Marzipanbande“ und das Service-Team „Jule und Ralf“ an einer Tankstelle ca. 70 Kilometer hinter Tan Tan.

 

Heute früh standen sie dann an der Einfahrt vom Camp kurz vor Laayoune und Holger vom „A-Team“ schraubte am VW T4 von Team „Miriquidi goes Afrika 3“ herum.

Die Werkstatt in Guilmim hatte die gestrige Reparatur der Dieselpumpe vollständig in den Sand gesetzt. Die Spannrolle am Zahnriemen hatte es zerstört.

 

Zum Glück hatten die „Wüstensterne“ und die „Zwei lustigen drei“ Ersatz dabei. Danach wurde der VW T4 nach Laayoune in eine Werkstatt geschleppt, denn vermutlich war in Folge der versauten Reparatur in Guilmim der Zahnriemen übergesprungen und hatte so vermutlich Ventile und/oder Kolben am Zylinderkopf zerstört.

 

Etwa zur gleichen Zeit gab auch der Motor vom Mercedes 608D („Team Stern“) komische Geräusche von sich. Also fand auch dieser sich in einer Werkstatt in Laayoune wieder.

Die Diagnose: Pleuellagerschaden.

 

Es mussten neue Lagerschalen organisiert werden. Spät am Abend waren diese dann da und wurden eingebaut.

 

In der anderen Werkstatt wurde der VW T4 komplett auseinander genommen. Der anfängliche Verdacht bestätigte sich. Die marokkanischen Schrauber waren guter Dinge, die defekten Teile austauschen zu können.

 

Am Nachmittag kam dann die schlechte Nachricht: nur ein komplett neuer Motorblock würde helfen, denn es waren mehrere Ventile und Kolben beschädigt.

 

Eine Entscheidung musste getroffen werden.

Vor allem Gisela war tot unglücklich - im Gegensatz zu Karl fährt sie zum ersten Mal auf der Rallye mit. Die Entscheidung fiel zu Ungunsten des Rallyfahrzeuges aus.

 

Der VW T4 soll noch bis in das Niemandsland zwischen Marokko und Maretanien geschleppt werden. Dort bleibt er dann stehen.

Aus zolltechnischen Gründen ist es nötig das Fahrzeug wieder aus Marokko heraus zu führen.

 

Und wieder einmal zeigt sich: Die Rallye Dresden Dakar Banjul ist keine Kaffefahrt!

 

Die gestrige Nachtfahrt war für die Nachzügler nicht einfach. Über eine Straße mit vielen Schlaglöchern, teilweise so schmal das kaum zwei Fahrzeuge nebeneinander fahren können, dazu noch mit ausgefransten Asphaltkanten so hoch wie der Mount Everest und Teilstücken mit nur noch traurigen Resten von Asphalt.

 

Die Abschleppreisegruppe verbrachte wieder mal eine Nacht an einer Tankstelle mitten im Nirgendwo.

 

Der morgige Tag kann eigentlich nur besser werden!

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Kommentare: 3

Kommentar von Verena und die Jungs // 13.03.2018

Hallo ihr Freunde des Motorsports,
wir wünschen euch einen problemlosen Grenzübertritt und eine phantastische Zeit im Sandkasten!!!
Liebe Grüße und wir sehen uns Banjul
Verena, Julian und Moritz

Kommentar von Helga Lehnhardt // 13.03.2018

Hier kommt wieder ein Gruß für ale Teilnehmer aus Dresden.
Ein besonderen Gruß gilt für Falk Org.Team.
L.g. Helsxhi

Kommentar von pimi // 14.03.2018

Aber Hallo, wie immer ist bei der Rallye Freud und Leid gaaanz dicht beieinander... Geniesst es trotzdem, egal was ist.
Alles wird gut, Grüsse vom PIMI

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