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Projektbesichtigungen und was sonst noch geschah

Der Montag war besonders vollgepackt mit den verschiedensten Aktivitäten.

Als erstes ging es nach Sukuta zum dortigen Healthcenter,

 

 

Das Sukuta Health Centre ist kein Krankenhaus wie wir es kennen. Die Patienten werden durch Krankenschwestern betreut und nur in dringenden Fällen kommt ein Arzt oder der Patient wird in ein Krankenhaus (zum Bsp. in Banjul) überwiesen.
Des Weiteren gibt es eine Geburtenstation.

 

 

Die Healthcenter werden oft durch Spenden finanziert und so ist das Personal für jede Art von Unterstützung (Sach - und Geldspenden) dankbar.

 

 

Bei einem kleinen Rundgang erfuhren wir mehr über die Arbeitsweise eines solchen Health Centre und bekamen einen ersten Eindruck über die in Gambia herrschenden Verhältnisse in einem solchen.

Von der Chefin des Sukuta-Health-Centre gab es noch ein paar mehr Informationen und anschließend wurden die mitgebrachten Sachspenden übergeben.

 

 

Als nächstes stand eine Schuleröffnung auf dem Plan.

Die gambische Administration (Polizei, Zoll etc.) hilft der Rallye und der DBO von Anfang an sehr bei allem Organisatorischen wie Verzollung der Fahrzeuge, Einreiseformalitäten und Ähnlichem. Eines Tages kamen sie auf die DBO zu und baten um Hilfe bei der Erbauung einer Schule speziell für die Kinder ihrer Beschäftigten.

 

in der Mitte die Schulleiteriin, eine deutsche

 

In der Mitte der erste Polizeichef Eduard Sambou und der zweite Polizeichef Abdulai Sanyang (der erste war leider verhindert)

 

Heute war nun endlich die Eröffnung der Schule mit viel Tamtam (Dudelsackmusik, Polizeiorchester etc.) und auch die zukünftigen Schüler hatten eine kleine Performance vorbereitet.

 

 

Gleichzeitig hatte auch der kleine Sohn (und zukünftige Schüler) des Innenministers Geburtstag. Ihm wurde ein Geburtstagsständchen gesungen.

 

 

Das Team “Miriquidi goss Africa” hat außerdem noch ein eigenes kleines Projekt angekurbelt. Sie bezahlen mit durch Sponsoren gesammeltem Geld einem kleinen spastisch gelähmten Jungen die Zahn-OP und übernehmen auch noch andere Kosten, z.Bsp. Physiotherapie und Ähnliches.

 

Credo und Symbol der Schule

 

Am Abend trafen wir uns dann alle im Blue Kitchen um zu Feiern. Von diesem DBO eigenen Restaurant geht im übrigen eine weiteres Projekt aus - die Armenspeisung. Mit jedem Essen oder Getränk, welches die Restaurantgäste verzehren, geht ein Teil in die Armenspeisung, das erste Projekt dieser Art in Gambia.

Hier im Blue Kitchen gab es leckeres Essen, das (Frei-)  Bier lief in Strömen und zu später Stunde wurde zu Livemusik um das Lagerfeuer getanzt.

 

 

Für einige Teams gab es noch etwas Extragepäck für die Heimreise.
Vor allem für die Kö 1 bis 6 - Bande gab es reichlich Holz für die kalten Winternächte in Deutschland.

 

 

Den DBO-Preis und den Spaßpreis haben die sechs Teams bekommen und außerdem gab es noch eine Holztafel für den Bürgermeister der Stadt Königsbrunn.

Des Weiteren gab es zweimal den sogenannten Goldenen Schraubenschlüssel für hervorragende Leistungen in der Schrauberbrigade in Holz gemeißelt ( “Sandsturm” und “Peanut Hunters”), den Geocachingpreis (die “Yolos“), den Superskipreis übergeben  von Schum, einem der Funktionsmitreisenden (z.Bsp. Service-Team) dieser Rallye. Diesen Preis gab es das erste Mal (“Miriquidi goes Africa”), des Weiteren den Wüstenschlepperpreis (“Desert Patrol”) und den Superkarre-Preis für die “Wüstlinge”.

 

Yolo´s

 

Noch weitere kleine Preise, allerdings nicht in Holz gemeißelt, gab es ebenfalls. Zum Beispiel den Superbierkrug als Durchhaltepreis für Adrian, den zweiten Motorradfahrer aller bisherigen Rallyes, der von Dresden bis Banjul auf dem Enduro-Sattel durchgehalten hat

 

 

Zum Schluss der “Siegerehrung” (obwohl es bei der Rallye ja eigentlich nur Sieger gibt - denn Ankommen ist alles) wurde die Einsandeliste für einen guten Zweck ersteigert. Hier revanchierten sich die Kö´s für das viele Extragepäck.

Nach einer langen Nacht ging es am Dienstag zum nächsten Charity-Marathon.

Die Lambai Nursery School in Sukuta wurde als Erstes besucht.

Eine Nursery School ist eine Art Vorschule in der die vier bis sechsjährigen Kinder vor allem Englisch lernen.
In den Familien der Kinder wird oft nur Mandinka gesprochen, in den regulären Schulen (es besteht eine allgemeine Schulpflicht in der Primäry School, auch wenn sie oft nicht eingehalten wird) erfolgt der Unterricht jedoch in Englisch. Ohne die Nursery Schools, in denen die Kids Englisch lernen, hätten die Kinder dann kaum eine Chance im Unterricht mitzuhalten.

Die Nursery Schools werden von staatlicher Seite nicht unterstützt und sind deshalb auf das Geld der DBO angewiesen.

Es wurde viel gesungen (die Schulkinder) und Geschenke (Sachspenden von den Rallyepiloten) übergeben.

Weiter ging es nach Gunjur ins Kambengo Health- und Skillcenter.

 

Hier ging auch der Kö - Krankenwagen hin.

 

Ehemalige Rallyeteilnehmer können auf den Bilder erkennen, daß in den letzten anderthalb Jahren sehr viel getan wurde.

Hie wird vor allem Aufklärungsarbeit in den Bereichen Sexualität, Gesundheit, Hygiene, Verhütung, Beschneidung, Pubertät und Impfungen geleistet.

 

 

Dies sind sehr sensible Themen, über die weder im Schulunterricht noch zu Hause gesprochen wird. Vor allem junge Gambianerinnen/er sind daran jedoch sehr interessiert.
Sol, ein ehemaliger Krankenpfleger, hat sich daher zur Aufgabe gemacht, Aufklärungskurse in Dörfern oder an Schulen durchzuführen.

 

 

Neben dem Skillcenter wird hier auch ein Healthpost betrieben.

 

 

Auch hier wurden wieder jede Menge Sachspenden abgegeben: Medikamente und anderes medizinische Material, aber auch Schulmaterial, Kinderkleidung, Spielsachen und Fußballtrikots.

 

 

Von Gunjur aus ging es dann direkt weiter nach Sanyang zur Kobisala Nursery School.

Auch diese Vorschule wird schon seit Jahren von der DBO unterstützt. In den letzten Jahren gab es zum Beispiel neue Anbauten und einen Schulbus.

 

 

Das Besondere am Schulbus ist, dass er, wenn er keine Kinder zur bzw. von der Schule bringt, als Taxi benutzt wird und so weiteres Geld für die Schule dazukommt.

 

 

Org Torsten erzählte uns, wie er den Schulleiter kennen lernte und wie dann die Unterstützung der Schule durch die Rallye bzw. die DBO begann. Und wieder sangen uns die Kinder etwas vor. Und es wurden Sachspenden übergeben.

 

 

All diese Projekte und noch mehr werden natürlich auch finanziell unterstützt. Das übernimmt jedoch dann direkt die DBO wenn alle Gelder die bei der Versteigerung unserer Bolide zusammengekommen sind da sind. Das heißt wenn alle Käufer bezahlt haben, da am Auktionstag nur eine Anzahlung fällig ist.

Dann ließen wir den Tag am Strand ausklingen.

 

 

Heute, am Mittwoch, sitzen gerade eben die meisten im Flieger nach Hause…

 

 

So. Das war es mal wieder. Die Tagesberichterstattung geht zu Ende. Es war wie immer eine schöne Reise. Voll bepackt mit neuen Erlebnissen, neuen Abenteuern, neuen Eindrücken und neuen Freunden, gehen fast vier Wochen zu Ende.

 

 

Mir bleibt nur noch mich, auch im Namen der Orgs Torsten, Falk und Holly und im Namen der Funktionsmitreisenden (Ralf der viele der veröffentlichten Fotos geschossen hat, zwei mal Robert die nicht viel schrauben mussten und dafür mehr getrunken haben, Kerstin die Gleichstellungsbeauftragte und Schum der Kulturverantwortliche und Sterneversteher), zu bedanken.

Wir bedanken uns bei den vielen Rallyepiloten und ihren Boliden, denn ohne Euch wäre die Reise “Nichts” gewesen.

Und Danke auch an Heinz von der DBO für die tolle Vorbereitung und Betreuung in Gambia.

 

PS: Zum Schluß noch...wie kommt man ins Rallyetagebucht ohne dabei gewesen zu sein...

 

PS2: Vieleicht gibts auch noch ein Extrablatt mit Best of teil3...

Foto-Galerie

Video-Tagebuch



Kommentare: 5

Kommentar von Team Anulu // 05.12.2013

Hallo Peggy.... uns interessiert brennend die Versteigerungsliste.... anscheinend sind wir alle zu blöd die zu finden... haben jetzt schon mit 3 mann drüber geschaut :-( liebe gruesse vom gesamten anulu team

Kommentar von Team Sandmänner // 05.12.2013

Es war echt schön die Rallye wieder mitzuverfolgen. Schön das ihr mit den Spenden wieder viel erreichen konntet. Aber die Versteigerungsliste interessiert uns natürlich auch :-)

Kommentar von Brigitte u. Christoph // 08.12.2013

Nach der Rückkehr vom Planet AFRICA sind wir wieder im zivilisierten Spießerleben gelandet, aber nicht ohne den Menschen zu danken, die unsere Reiseleitung auf der Pauschalreise gespielt haben, danke Falk, Holger und Torsten. Oder denen, die mit Berichten und Fotos über uns wüsten Touristen alle informiert haben, danke Peggy und Ralf. Natürlich danken wir auch den Funktionsmitreisenden, die immer und überall gefragt und ungefragt zu Stelle waren, danke Kerstin, Schum und den Roberts. Ferner bedanken wir uns bei dem "weißen" Afrikaner Heinz, der sich die Zeit genommen hat, uns seine Projekte zu zeigen. Geiles Abenteuer! Die Nachahmung wird dringend empfohlen ...

Kommentar von peg _ // 10.12.2013

Wegen Versteigerungsliste...von jedem Fahrzeug gibt es mindestens ein Foto mit Namen "teamname versteigerungssumme" (man muss auf Großansicht klicken)...auf allg. Wunsch werde ich aber wenn ich übermorgen wieder in Good Old Germany bin noch eine Liste in den Tagesbericht (Versteigerung) reinschreiben! Grūße (noch) aus Gambia.

Kommentar von Team Anulu // 13.12.2013

Hallo Peggy.... ahhh ja wunderbar... alles gut! vielen dank und wir hoffen das du gut wieder in den Alltag gestartet bist! Wir freuen uns schon riessig auf die 17te! gruesse das Anulu Team

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