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Tag 9, 3.4., Weißer Geysir-Cerro Soquete-San Pedro

Tag 9, 3.4., Weißer Geysir-Cerro Soquete-San Pedro
Ihr sollt ja nicht zu neidisch werden auf uns und unsere schicke Sommertour durch Chile. Deswegen haben wir uns in dieser Nacht solidarisch erklärt und bei 15 Grad Minus beim Weißen Geysir übernachtet.
Die meisten schliefen im Zelt;einige draußen....übriggebliebene Pellkartoffeln waren gefroren, unser "Aufstiegswasser für den Berg" ebenfalls und das Zelt von innen mit Reif bezogen.
Schon früh am Morgen kocht Götz Kaffeewasser für alle und dann solls losgehen. Aber nichts geht. Die Autos haben in 4300 Metern Höhe und 15 Grad Minus gehörige Anlaufschwierigkeiten; zwei starten überhaupt nicht. Lange wird probiert und angeschleppt, bis wir zunächst aufgeben und alle Teilnehmer den herrlichen Sonnenaufgang an den Tatjogeysiren (dem höchstgelegenen Geysirfeld der Welt) genießen können.
Etwas zu spät fällt dann der Startschuss für den 5400 Meter hohen Cerro Soquete. Alle die jetzt doch noch den Berg bezwingen wollen preparieren sich eilig und starten.
Einer der Orgs bleibt nun unten und kümmert sich um die nicht starten wollenden Autos. Und wärend unser "einheimischer" Guide noch an der Wasserkühlung für seinen Patrol bastelt, laufen 31 von 43 Challengern bergan.
Die Sonne beginnt zu brennen; es wird wärmer und wärmer und von Zeit zu Zeit gibt es neue Nachricht von "Umkehrern".
Und das kommt nicht von ungefähr; denn der geringe Sauerstoffgehalt, die Sonne und die große Anstrengung zwingt den einen oder anderen in die Knie. Alle die jetzt vom Berg kommen und erschöpft sind steigen in das nächste sich Bergab begebende Auto um der Höhe zu entfliehen. Dadurch ergeben sich auch völlig neue Fahrgemeinschaften.
In der Zwischenzeit sind nun auch Kühlerschläuche notdürftig repariert und der Pickup mit dem Startproblem gestartet. Technikanweisung: nicht mehr ausmachen bis die Autovermietung in San Pedro ein anderes Fahrzeug herausgibt!
Kurz vor 15 Uhr sind die Gipfelstürmer oben (8 tapfere Rallyefahrer) und jubeln-hoch über den Gipfeln Nordchiles.
Der Tag ist nun länger geworden als erwartet; ausserdem haben einige Teilnehmer mit der großen Höhe zu kämpfen (Kopfweh und Übelkeit) und so beschliessen wir, heute Nacht in einem der Hotels San Pedros einzukehren.
Unsere Sorgenkinder "Patrol" und Pickup-Anlasserschwierigkeiten können hier gut "behandelt" werden, während wir uns ein leckeres Abendessen leisten.
Und, wie es so Brauch ist, der Gipfestürmer ein Runde spendieren.
 

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Kommentare: 2

Kommentar von Is doch Wurscht // 04.04.2013

Hi, mal ein herzliches und riesengroßes Dankeschön dem/n fleißigen Schreiberling/en !!! Schön, dass offensichtlich jedes irgendwie verfügbare WLAN genutzt wird, um alle daheimgebliebenen ein bisschen aus der Ferne an eurem Abenteuer teilhaben zu lassen :)

Kommentar von Werner // 05.04.2013

Hallo Ihr Helden, na wenn das nicht Abenteuer pur ist. Klettern, baden, Autos reparieren, bei - 15Grad im Zelt übernachten und dann noch über 5000 m auf dem Berg stehen.....
Herzliche Grüße vom reitenden Erik und dem fleißigen Maulwurf

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