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Tag 20: Saint Louis - Banjul

 

 

 

 

 

 

 

 

Früh um 6:00 Uhr nahmen wir vor dem Hotel Dior Aufstellung und eine halbe Stunde später rollten wir schon über die Stahlbrücke "Pont Faidherbe", die die auf der Ile de Saint Louis gelegene Altstadt vom Festland trennt und fälschlicherweise Eifel zugesprochen wird.

Es war noch immer dunkel.

 

Auf dem Weg zur Tankstelle wurde es langsam hell und auch heißer. Touba, fast ebenso bedeutend für Moslems wie Mekka, umfuhren wir großräumig. Vor allem da heute ein wichtiger islamischer Feiertag ist (Maouloud - Geburtstag des Propheten Mohammede).

Dadurch kamen wir noch einmal in den Genuss uns wie richtige Rallyepiloten zu fühlen. Wie früher die Rallye Paris-Dakar düsten wir durch die Sahelzone.

 

Fehlte noch Kaolak, wohl eine der heißesten Städte auf unserer Tour (heiß - durchaus im doppelten Sinn). Hier wühlten wir uns regelrecht durch die verkehrsreichen Straßen (Verkehrsreich? - die Untertreibung des Jahres!).

 

Gefühlt eine Million Mopeds schlängelten sich zwischen, vor und hinter uns hindurch. An Eselskarren, Pferdefuhrwerken und Fußgängern mogelten wir uns vorbei. Außerdem teilten wir uns die Straßen mit LkWs, (petit) Taxis, Buschtaxis und Fußgängern.

 

Irgendwann waren wir aber (lebend) raus aus dem Verkehr und befanden uns endlich auf dem Endspurt der 24igsten Rallye Dresden-Dakar-Banjul.

 

Zu diesem Zeitpunkt hing der Golf von Team "Kirschhainer Wüstenfuchs" schon eine Weile am Haken. Plötzlich auf der Straße in Richtung Kaolak flog ihm sein Katalysator um die Uhren. Es zischte und qualmte. Das endgültige "Aus" für den Golf. Er hatte sich ja schon eine ganze Weile mit defekter Zündspule und defekter Kupplung (man munkelt nur erster und fünfter Gang funktionierte) durchgemogelt. Die senegalesische Hitze und wohl auch der schlechte Sprit hatten ihn nun überfordert.

An der Grenze angekommen (das senegalesische Schlaglochbingo ist nun endgültig Geschichte) waren wir, dank der guten Vorbereitung seitens der DBO, auch schon fast aus- und eingereist.

 

Fehlte noch die Fährfahrt über den Gambiariver. Uns stand leider nur eine Fähre zur Verfügung. Die zweite und auch größere war kurz zuvor ausgefallen. So dauerte es sechs Fähren bis alle übergesetzt hatten.

Da war es dann auch schon dunkel und bei unsere Ankunft am Bluekitchen (ca. 180 Kilometer später und unterbrochen von einer Reifenpanne) hatte die mitternächtliche Stunde schon geschlagen.

 

Zur Belohnung gab es Spaghetti Bolognese und ein, zwei oder drei kühle Bierchen!

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