38. Rallye Dresden-Dakar-Banjul Tag 20: Saint-Louis - Banjul
Wir haben es geschafft – wir sind in Gambia!
Noch in der Dunkelheit am frühen Morgen sind wir gestartet, und in der Dunkelheit der Nacht sind wir am Ziel angekommen.
Als wir über die berühmte Eisenbrücke Pont Faidherbe, die oft fälschlicherweise Gustave Eiffel zugeschrieben wird, fuhren, erwachte die Stadt Saint-Louis gerade zum Leben. Einige Kilometer später, während unseres Tankstopps in Louga, herrschte schon reges Treiben auf den senegalesischen Straßen.
Mit der Zeit legte sich eine immer drückendere Hitze über alles, bis es schließlich auch dem BMW530 des Teams „Gruam Goes Africa 4“ zu viel wurde. Eine kurze Abkühlpause, frisches Kühlwasser und ein ordentlicher Schuss Fahrtwind später war er aber wieder bereit für die nächsten Kilometer.
Auf einer Offroad-Piste fühlten wir uns, als wären wir plötzlich Teil der legendären Rallye Paris–Dakar. Staub wirbelte auf, die Räder ratterten, und der Gedanke an Abenteuer lag förmlich in der Luft.
Wieder einige Kilometer später kämpften wir uns durch Kaolack, die Stadt der gefühlt Millionen Mopeds.
Die Grenze war nun nicht mehr weit.
Dank der guten Vorbereitung durch die DBO waren die Formalitäten sehr schnell erledigt.
Dann lagen noch knapp 150 Kilometer – teils im Dunkeln – vor uns, an deren Ende ein Teller Spaghetti Bolognese auf uns wartete.
Die letzte Etappe, zumindest zeitlich die längste und wahrscheinlich heißeste, war zugleich auch die mit den meisten Reifenpannen – vier Stück an der Zahl.
PS: Und ja, die Einsandeliste ist tatsächlich so kurz! Wir können uns also alle auf die Schulter klopfen. Oder war einfach zu wenig Sand in der Wüste?
