39. Rallye Dresden-Dakar-Banjul - Tag 20: Saint-Louis - Banjul
Noch in der Dunkelheit starteten wir in Saint-Louis. Die Stadt erwachte langsam, als wir über die Brücke „Pont Faidherbe“ fuhren. Als wir die Stadt in Richtung Louga verließen, stieg die Sonne langsam über dem Horizont.
In Louga machten wir nur einen kurzen Tankstopp – dachten wir. Gleich zweimal hintereinander krachte es: zwei kleinere Auffahrunfälle mit ungeklärter Schuldfrage, die unseren Aufenthalt dort deutlich verlängerten.
Fast drei Stunden später konnten wir unsere Fahrt fortsetzen. Später verließen wir noch einmal für ein paar Kilometer die Teerstraße. Über ein Piste düsten wir durch die Sahelzone - echtes Rallye-Feeling. Ausgebremst wurden wir durch ein Hitzeproblem am Opel Zafira (Team „Arrakis“). Frisches Kühlwasser und es konnte weitergehen.
Wir wurschtelten uns durch den Verkehr der Stadt Kaolack und drängelten uns an den gefühlt Millionen Mopeds vorbei.
Kurz vor der Grenze verabschiedete sich fast der Kühlerschlauch des Renault Trafic von Team „Lyonerexpress“. Das Fahrzeug wurde erst einmal bis zur Grenze geschleppt. Während der Wartezeit an der Grenze (Einreise nach Gambia) wurde der Kühlerschlauch wieder befestigt. Als alle Grenzformalitäten erledigt waren, war es bereits dunkel geworden. Die letzten fast 200 Kilometer bis zu unserem wohlverdienten Teller Spaghetti Bolognese zogen sich dann noch ziemlich.
Wir waren um sechs Uhr gestartet, und kurz nach eins – nach einer Zwangspause durch Auffahrunfälle, zwei weiteren durch Kühlerprobleme und zwei Reifenpannen – erreichten wir endlich unser Ziel: das Etappenziel und zugleich das Ziel unserer Reise.
