38. Rallye Dresden-Dakar-Banjul - Tag 18: Nouakchott - St.Louis
Ohne große Pannen absolvierten wir heute die vorletzte Etappe. Beim Herausfahren aus Nouakchott zeigte sich die Stadt allerdings nicht gerade von ihrer schönsten Seite: Industriebetriebe, viel Müll, noch mehr Armut und zahlreiche alte Fahrzeuge. Man glaubt kaum, in welchem Zustand sich ein Fahrzeug noch aus eigener Kraft fortbewegen kann.
Unser Weg führte durch mehrere kleine Ortschaften in Richtung Grenze, vorbei an Kindern, die „Gadou“ (Geschenk) riefen und, wenn sie nichts bekamen, auch gern mal mit kleinen Steinen warfen – zwei Fahrzeugscheiben fanden das leider nicht so toll. Allmählich änderte sich auch die Landschaft, denn wir tauchten in die Sahelzone ein. Weiter ging es über einen Damm durch den Diawling-Nationalpark. Mit etwas Glück konnte man hier Warzenschweine, Warane und zahlreiche Vögel entdecken – oder man sah nur den Staub des vorausfahrenden Rallyefahrzeugs.
Auf dem Damm lockerte sich langsam, aber stetig, das Unterbodenblech am Ford Galaxy des Teams „Harian’s-Galaxy“, bis es schließlich kurz vor der Grenze abmontiert werden musste.
Die Aus- und Einreise dauerte leider bis zum Einbruch der Dunkelheit. So rollten wir durch das abendliche Gewusel von St. Louis in teils sehr dunklen Gassen, vorbei an Ziegen, anderen Tieren, Pferdekutschen, Eselkarren, spielenden Kindern, in Hauseingängen sitzenden oder geschäftig umhereilenden Frauen und Männern und schließlich an im Wasser liegenden Fischerbooten. Im Hotel wurden erst die Rezeption und dann die Bar gestürmt.
