39. Rallye Dresden-Dakar-Banjul - Tag 19: Ruhetag in Saint-Louis
Wir sind in Schwarzafrika angekommen – und direkt in der „Perle Westafrikas“, wie Saint-Louis im Senegal auch genannt wird. Als ehemalige französische Kolonialstadt und kulturelles Zentrum des Landes ist sie der perfekte Ort, um erste Eindrücke in der Region zu sammeln.
So war es nicht verwunderlich, dass fast alle Teams eine kleine oder größere Besichtigungsrunde gedreht haben: eine Reise durch verschiedene Epochen – koloniale Vergangenheit trifft auf lebendige Gegenwart, und über allem liegt eine ganz eigene, schwer zu beschreibende Atmosphäre.
Bröckelnde Fassaden stehen neben liebevoll restaurierten Gebäuden, bunt bemalte Kolonialbauten neben kleinen Werkstätten und Cafés. Stimmen, Geräusche, Leben. Frauen in farbenprächtigen Boubous, Kinder in Schuluniformen, Männer meist eher westlich gekleidet. Ein buntes, bewegtes Stadtbild.
Auf dem Senegal River liegen zwischen der Insel Île de Saint-Louis und der Landzunge Langue de Barbarie dicht an dicht bunt bemalte Boote. Dazwischen eilen geschäftig Menschen umher, während Fischer ihre Netze flicken oder sich für den Fang des Tages bereitmachen.
Man muss einfach dort gewesen sein – mittendrin. Deshalb lassen wir heute einmal die Fotos sprechen.
Um nichts zu beschönigen, muss auch erwähnt werden, dass in der Stadt viel Armut herrscht und bettelnde Kinder einem hinterherlaufen.
Der Ruhetag wurde aber auch genutzt, um Kraft zu tanken: entspannen, vielleicht ein Bad im Pool oder im Atlantik nehmen und die Fahrzeuge – die heute ebenfalls ihre wohlverdiente Pause hatten – für die morgige Etappe vorbereiten.
Auf dem Weg zur Tankstelle verkaufte das aus Berlin stammende Team „Marty – das Zebra“ sein Dachzelt an ebenfalls aus Berlin stammende Globetrotter, denen ihres gestohlen worden war.
Am Abend gab es noch eine kleine Überraschungsparty für ein Geburtstagskind (Team „Wüstenschirme“). Aufgrund der morgigen frühen Abreise kehrte noch vor Mitternacht Ruhe in der Hotelanlage ein.
