39. Rallye Dresden-Dakar-Banjul - Tag6: Briech - Marrakech

Der erste aufregende Tag in Marokko liegt hinter uns. Wir fuhren durch den Norden Marokkos in Richtung Marrakech. Vorbei an einem Meer von in der Sonne glänzenden Plastikdächern (Gewächshäuser). Manchmal auch am echten Meer (Atlantik) vorbei. Karren mit davor gespannten Eseln oder Pferden teilten sich die Straße mit uns. Manchmal auch Fahrräder und Menschen, sogar da wo man sie nicht erwarten würde - auf der Autobahn (immerhin auf dem Seitenstreifen). Überladene LKW hielten den Verkehr auf, aber nicht uns.

Die sonst so präsenten Polizisten sah man heute auffallend wenig. Vielleicht liegt‘s am Ramadan. Auch das heute auffallend viele Teams in bekannten Fast-Food-Ketten gesichtet wurden könnte am Ramadan liegen.

Ansonsten gab es die Gelegenheit sich mitten ins bunte Marktreiben zu stürzen oder mitten in den verrückten Stadtverkehr. Ein paar Teams schlenderten noch ein bisschen durch Rabat bevor auch sie sich auf den Weg nach Marrakech machten. Bei Larache wurde die Ausgrabungsstätte Lixus (eine phönizische und römischeStadt und alte Handelsniederlassung) erforscht.

Doch so vielfältig wie Marokko ist, so vielfältig waren heute auch die Reisepläne. Und so erreichten am Ende des Tages nicht alle Marrakech.

Weiter oben im Norden Marokkos ließen sich einige noch immer durch die Gassen der sogenannten blauen Stadt (Chefchaouen) treiben. Bei den Ouzoud-Wasserfällen schloss man Freundschaft mit Affen. Und andere landeten in Fes statt in Marrakech.

Leider blieben wir auch heute wieder von Technikproblemen nicht verschont. Team „0-8-5 er 2“ steht jetzt mit geöffneter Motorhaube auf dem Campingplatz in Marrakech. Der BMW 530D hat einen innerlich undichten Öl-Wärme-Tauscher. Es wird Öl in das Kühlsystem gedrückt. Und der Mercedes MB100 von Team „VIATEC Altenburg“ hat sich die rechte hintere Bremse „verbrannt“ und hinten links muss das Radlager gewechselt werden.

Beide Invaliden warten auf Ersatzteile und die morgige Reparatur.

Aber dafür läuft der VW T5 von Team „Ostblock-Customs“ wieder. Nach einem zehnstündigen Schrauber-Marathon mit immer neuen Folgefehlern, an dem ein internationales Expertenteam beteiligt war – ein Marokkaner (der immer wieder „neue“ Ersatzteile vom Schrottplatz besorgte), ein Mauritanier, ein Senegaleser und ein Deutscher (Heiko) –, konnte gestern schließlich noch die letzte Fähre nach Marokko erreicht werden.

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39. Rallye Dresden-Dakar-Banjul - Tag5: San Roque - Briech